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2e) Sábado 14:00 - 17:00 Karl Buck (ehem. Generalsekretär des Rates der Europäischen Union, Brüssel)
“Die Beziehungen zwischen der EU und Kuba”
Inhalt
Die wechselhaften Beziehungen der EU mit Kuba gerade auch im Bereich
der Entwicklungszusammenarbeit weisen besondere Inhalte und Verfahren
auf. Prägende Faktoren sind die verbreitete Armut,
Nahrungsmittelsicherheit und die sehr enge politische Kontrolle auf der
einen sowie die für Entwicklungsländer vorbildliche
Grundversorgung der Bevölkerung, die hohe internationale
Qualität in einigen Forschungsbereichen sowie Kubas aktive und
gefragte Entwicklungszusammenarbeit auf der anderen Seite. Nach einer
Einführung in die Grundlagen, Prioritäten, internen Verfahren
und Modalitäten gemeinsamer Aushandlung und Ausführung der EU
mit Drittländern werden die Gründe und Grundlagen für
die besondere EU-Kooperation, im Gegensatz zur US-Politik, in den
1990er Jahren zur Unterstützung der begrenzten, aber
unumgänglichen Reformen in Kuba zur Steigerung seiner Effizienz
beleuchtet. Zudem wird die von manchen Autoren behauptete und
kritisierte „Konditionalität“ der EU-Zusammenarbeit
diskutiert. Weitere Schwerpunkte sind die fast vollständige
Suspension der Zusammenarbeit seitens Fidel Castros von 2003 bis 2008
nach den angeblichen „Sanktionen“ der EU, die
Wiederaufnahme durch Raúl Castro und die vereinbarten
Schwerpunkte sowie Angebote, Möglichkeiten und Hindernisse
trilateraler Kooperation mit Kuba in Drittländern.
Schließlich soll die sehr politische Frage diskutiert werden, ob
solche Beiträge zur inneren Effizienz eher zur Stabilisierung des
Systems beitragen, oder ob nicht langfristig über Entwicklung doch
eine offenere Entwicklung und Gesellschaft erwartet werden kann.
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