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1b) Sábado 9:00 - 12:00 Daphne Frank (GTZ Eschborn)
“Wohnen und Leben im Großen: Großwohnsiedlungen auf Kuba. Das Beispiel Alamar”
Inhalt
Der Bau von großen Wohnsiedlungen, meist bestehend aus modularen
Plattenbauten, hat die Entwicklung vieler Städte entscheidend
geprägt. Besonders in den sozialistischen und ehemals
sozialistischen Staaten lebt ein großer Teil der
Bevölkerung in diesen Großwohnsiedlungen, so auch in Kuba.
Die meisten Gebäude und zugehörigen Freiflächen befinden
sich jedoch in einem extrem schlechten Zustand. Beleuchtung und
Aufzüge funktionieren nicht, das Trinkwasser erreicht oft nur die
unteren Etagen und die Dächer sind undicht. Die
Gebäudehülle ist nur mangelhaft oder gar nicht gegen
Kälte und Wärme isoliert. Diese Ausgangssituation wirkt sich
naturgemäß auf das Image ganzer Quartiere aus. Der Ruf der
gesamten Stadt kann darunter leiden. Zukunftsfähige
Lösungsansätze sind gefragt. Dabei sind die Kooperation und
Partizipation mit allen Akteuren eine wichtige Voraussetzung für
die langfristig erfolgreiche Erneuerung und Umstrukturierung von
Großwohnsiedlungen. Die Siedlung Alamar ist eine typische
Großwohnsiedlung. Sie gehört zu Habana del Este und liegt im
Osten der Hauptstadt. Studenten der Architektur und Stadtplanung aus
Deutschland haben die Herausforderung angenommen und
städtebauliche Entwürfe mit einer Reihe von
Verbesserungsvorschlägen angefertigt, die nun vorliegen. Im
Workshop soll davon ausgegangen werden, dass die Stadtverwaltung Sie
als unabhängige Beratergruppe engagiert. Ihre Aufgabe ist es, die
Verwirklichung der Entwürfe zu unterstützen. Sie beraten
Planungsprozesse, d.h. sie beraten die verschiedenen Akteure bei deren
Umsetzung und schaffen Plattformen zum Informationsaustausch. Wie gehen
Sie dabei vor? Wer muss wann und wie beteiligt werden? Welche Methode
ist den kulturellen, wirtschaftlichen, politischen und institutionellen
Bedingungen angemessen? Am Ende sollen konkrete Vorschläge
für einen Arbeitsplan vorliegen.
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