Kolumbien: Vom Failing State zum Rising Star?
















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Dr. Linda Helfrich

Dr. Linda HelfrichDr. Linda Helfrich arbeitet als Fachkonzeptionistin für Governance-Fragen bei der Deutschen
Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, GIZ, in Eschborn. Sie hat Politikwissenschaft, Soziologie, Ethnologie und Journalismus an der Johannes Gutenberg-
Universität Mainz und der Universidad Nacional in Bogotá Kolumbien, studiert. Sie promovierte in Politikwissenschaft und war an den Universitäten in Mainz, Frankfurt und Bogotá beschäftigt. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Good and Global Governance, Globalisierung, Internationaler Drogenpolitik, Demokratie und Transformation, Frieden und Konfliktbearbeitung, Menschenrechte, Gender, internationale Bildungspolitik sowie allgemeine, entwicklungsbezogene
Fragen.

  helfrich-bernal[at]soz.uni-frankfurt.de

Vortrag: Drogenökonomie und Staatlichkeit in Kolumbien
Referntin: Dr. Linda Helfrich-Bernal

Die Ansiedlung illegaler Ökonomien – wie der kolumbianischen Drogenökonomie – findet vorrangig in Staaten statt, die eine Reihe gemeinsamer Merkmale aufweisen: Geeignete klimatische Bedingungen, nicht für den legalen Anbau genutzte Ländereien, billige Arbeitskräfte, Expertise für den Anbau von Drogenpflanzen, Nähe zu Konsumentenmärkten, etc. Bedeutender als diese Faktoren sind aber meist die erheblichen Defizite im Governance,- Rechts- und Sicherheitsbereich, schwache formale und etablierte informelle Institutionen sowie Konflikt- oder Postkonfliktszenarien, die gerade ein Land wie Kolumbien für die Drogenproduktion prädestinieren. Kommt dazu noch die negative externe Konditionierung durch das internationale Drogenkontrollregime und die repressive Drogenpolitik der Vereinigten Staaten, entstehen lokale Konfliktkonstellationen, die sich wiederum negativ auf Lage der Menschenrechte in kolumbianischen Drogenanbauregionen auswirken.