Kolumbien: Vom Failing State zum Rising Star?
















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Markus Jobi
Markus JobiMarkus Jobi, Jahrgang 1975, studierte Regionalwissenschaften Lateinamerika an der Universität Köln und der Universidad de Antioquia, Medellín, Kolumbien. Derzeit verfasst er seine Diplomarbeit zum Thema  „Neo-Paramilitärs im Post-Demobiliserungsprozess“. Im Zuge seiner Feldforschungen 2010/2011 bereiste er verschiedene Regionen Kolumbiens um sich näher über die Entwicklung der paramilitärischen Strukturen nach dem Demoblisieurngsprozess zu informieren. Markus Jobi ist Mitglied der Forschungsgruppe Kolumbien am Lehrstuhl für Internatioanle Politik und Außenpolitk an der Universität Köln. Er lebt in Köln und Medellín.

  


Workshop: Strukturen und Handlungsräume neo-paramilitärischer Gruppierungen
Leitung: Markus Jobi

Der Demobilisierungsprozess der AUC  und der Fortbestand paramilitärischer Gruppierungen auch nach diesem Prozess ist ein zentrales Thema in Kolumbien und beschäftigt sowohl staatliche Institutionen Kolumbiens als auch nationale und internationale zivilgesellschaftliche Organisationen. Die Regierung betont immer wieder, dass die Paramilitärs umfassend entwaffnet wurden und die ehemaligen AUC-Kämpfer wieder ins zivile Leben zurückgekehrt seien. Allerdings können im ganzen Land seit 2006 Aktivitäten neuer illegaler bewaffneter Gruppen beobachtet werden, deren Strukturen und Methoden denen der AUC ähneln. Regierung und Polizei gehen davon aus, dass es sich bei diesem Phänomen um kriminelle Banden (bandas criminales) handelt, die nicht mit den AUC in Verbindung gebracht werden können und vermeiden daher den Begriff „paramilitärisch“. Viele nationale und internationale Organisationen bezeichnen jene Gruppen jedoch als Nachfolgeorganisationen der AUC und betrachten deren Entstehung als Ergebnis eines fehlerhaften Demobilisierungsprozesses.

Im Workshop zum Thema soll anhand der Lektüre von staatlichen Dokumenten, Berichten nationaler und internationaler NROs sowie diverser Artikel der kolumbianischen Presse die Argumentation beider Seiten nachvollzogen werden. Dabei soll auch der Umgang mit dem Phänomen neuer paramilitärischer Gewalt nach der Demobilisierung der AUC kritisch hinterfragt werden.

Die Quellen sind in spanischer Sprache, deswegen sind Spanischkenntnisse erforderlich.