Kolumbien: Vom Failing State zum Rising Star?
















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Dr. Sabine Kurtenbach

Dr. Susanne KurtenbachDr. Sabine Kurtenbach studierte Politikwissenschaft, Spanisch und Neuere Geschichte in Madrid, Erlangen, Sevilla und Hamburg. 1991 promovierte sie an der Universität Hamburg zum Thema „Staatliche Organisation und Krieg. Ein historisch-struktureller Vergleich der Entwicklungen in Kolumbien und Chile.“ Seit 1993 ist Dr. Kurtenbach wissenschaftliche Mitarbeiterin am GIGA Institut für Lateinamerika-Studien, zuständig für Themen der Friedens- und Konfliktforschung, Sicherheitspolitik, Jugendliche, politische und wirtschaftliche Entwicklung. Regionale Schwerpunkte sind dabei Lateinamerika und insbes. die Andenländer.

Biographie und Publikationen: http://www.giga-hamburg.de/index.php?folder=staff/kurtenbach&file=kurtenbach.html

 kurtenbach[at]giga-hamburg.de

Vortrag: Gewalt und Staatsbildung – das Beispiel Kolumbien
Referentin: Dr. Sabine Kurtenbach

Der kolumbianische Staat hat historisch zu keiner Zeit zentrale Funktionen oder Merkmale „moderner“ Staatlichkeit wie das Gewalt- und Steuermonopol inne gehabt. Die andauernde Gewalt in unterschiedlichen Formen ist sowohl eine Ursache als auch eine Folge dieser spezifischen Form der Staatsbildung. Während es zum Zusammenhang von Krieg und Gewalt eine umfassende sozialwissenschaftliche Debatte gibt, werden andere Formen der Gewalt vor allem im Kontext von Staatszerfall oder Fragilität von Staatlichkeit diskutiert. Auch Kolumbien wurde im Failed States Index 2005 und 2006 in der roten Warnstufe als Kandidat hierfür gehandelt. Der Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Formen der Gewalt und Staatsbildung ist allerdings weit komplexer als diese Gegenüberstellung suggeriert. Der Vortrag zeigt am Beispiel Kolumbiens das komplexe Zusammenspiel von unterschiedlichen Formen der Gewalt mit Prozessen der Staatsbildung.