Kolumbien: Vom Failing State zum Rising Star?
















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Sebastian Rötters
Sebastian RöttersSebastian Rötters ist Bergbau-Referent bei der Menschenrechtsorganisation FIAN (FoodFirst Informations- und Aktions-Netzwerk). FIAN setzt sich ein für das Menschenrecht auf Nahrung und begleitet im Bereich Bergbau Gemeinden, die von großen Tagebauen betroffen sind. Im Fall Kolumbien sind dies vor allem große Steinkohletagebaue, durch die Kolumbien zum wichtigsten Lieferanten deutscher Kraftwerke aufgestiegen ist. Sebastian Rötters hat Kolumbien seit 13 Jahren regelmäßig bereist und zwischen 2004 und 2007 insgesamt 18 Monate für die Menschenrechtsorganisation Peace Brigades International dort gearbeitet.

s.roetters[at]fian.de

Vortrag: Die "locomotora minera" überrollt das Land - Kontrolle Fehlanzeige
Referent: Sebastian Rötters

Die Regierungen Uribe und Santos haben den Bergbau zum Heilsbringer auserkoren. Insbesondere während der Regierungszeit Uribes wurden tausende Bergbaulizenzen ohne große Auflagen vergeben. Die sogenannte "locomotora minera" soll die Wirtschaft ankurbeln und zur Entwicklung des Landes beitragen. Fakt ist jedoch, dass viele Abbauregionen trotz boomender Rohstoffexporte nach wie vor zu den Armenhäusern des Landes gehören. Die staatlichen Institutionen sind weder dazu in der Lage, die Bergbauunternehmen angemessen zu kontrollieren, noch gelingt es ihnen, das Versickern der regalía-Zahlungen zu verhindern. Am Beispiel des Kohleabbaus im Nordosten Kolumbiens soll gezeigt werden, wo die größten Probleme liegen und welche Verantwortung deutsche Stromkonzerne als wichtige Abnehmer kolumbianischer Kohle tragen.