Die Chancen, die der Ausbau der Agroenergie für den Kampf
gegen die Klimaerwärmung bietet, scheinen enorm. Besonders
für die klimatisch günstig gelegenen Länder des
Südens sollen auch die wirtschaftlichen Chancen groß
sein. Brasilien wird schon als das Saudi-Arabien Lateinamerikas
bezeichnet, einige Länder Afrikas als die grüne OPEC.
Die sozialen Auswirkungen der politisch geschaffenen Nachfrage
nach Agrosprit von EU und USA werden dabei gerne ausgeblendet
oder als hinnehmbares Übel für einen effektiven Klimaschutz
dargestellt. Aber sind wir tatsächlich gezwungen, zwischen
Hungerbekämpfung und Klimaschutz zu wählen?
Der Vortrag beschäftigt sich in erster Linie mit den Auswirkungen
des Booms auf die Armuts- und Ernährungssituation der Länder
des globalen Südens. Die menschenrechtliche Perspektive und
menschenrechtliche Instrumentarien wie die freiwilligen Leitlinien
zum Recht auf angemessene Ernährung können einen wertvollen
Beitrag zur Diskussion leisten.
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