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Roman Herre

Hunger versus Klimakollaps - müssen wir wählen?

Die Chancen, die der Ausbau der Agroenergie für den Kampf gegen die Klimaerwärmung bietet, scheinen enorm. Besonders für die klimatisch günstig gelegenen Länder des Südens sollen auch die wirtschaftlichen Chancen groß sein. Brasilien wird schon als das Saudi-Arabien Lateinamerikas bezeichnet, einige Länder Afrikas als die grüne OPEC. Die sozialen Auswirkungen der politisch geschaffenen Nachfrage nach Agrosprit von EU und USA werden dabei gerne ausgeblendet oder als hinnehmbares Übel für einen effektiven Klimaschutz dargestellt. Aber sind wir tatsächlich gezwungen, zwischen Hungerbekämpfung und Klimaschutz zu wählen?

Der Vortrag beschäftigt sich in erster Linie mit den Auswirkungen des Booms auf die Armuts- und Ernährungssituation der Länder des globalen Südens. Die menschenrechtliche Perspektive und menschenrechtliche Instrumentarien wie die freiwilligen Leitlinien zum Recht auf angemessene Ernährung können einen wertvollen Beitrag zur Diskussion leisten.

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