Der heutige Verkehrssektor ist nicht nur vom limitierten Angebot
an fossilen Ressourcen
abhängig, sondern gilt zudem als eine der Hauptursachen für
den anthropogenen Treibhauseffekt.
Um über die Kraftstoffproduktion aus Biomasse einen spürbaren
Marktanteil zu
erreichen, bedarf es einerseits einer funktionierenden und effizienten
Technik sowie
ausreichender technisch erschließbarer Biomassepotenziale;
andererseits sind ökonomische und ökologische Aspekte
zu berücksichtigen.
Entlang der gesamten „Well-to-Wheel“-Kette (d. h.
ausgehend vom Biomasseanfall bzw. -anbau und dessen Bereitstellung,
über die Biokraftstoffproduktion bis hin zur -infrastruktur
und -nutzung) stehen sehr unterschiedliche Konversionsrouten mit
wiederum vielfältigen Verfahrensalternativen zur Verfügung.
Um zunächst einen prinzipiellen Überblick zu geben,
werden in dem Betrag die unterschiedlichen Möglichkeiten
vorgestellt, die aus gegenwärtiger Sicht eine Bedeutung am
internationalen Markt haben bzw. zukünftig gewinnen könnten
und bereits das Stadium der Grundlagenforschung überschritten
haben. Dies umfasst die verfügbaren Biokraftstoffe der 1.
Generation wie Pflanzenöl, Biodiesel (Pflanzenöl- bzw.
Fettsäuremethylester) und Bioethanol auf Zucker- und Stärkebasis,
der mittelfristig zu
erwartenden 2. Generation wie Biogas als Kraftstoff, synthetische
Kraftstoffe (d. h. Fischer-Tropsch-Diesel, synthetisches Erdgas,
Methanol und Dimethylether) und Bioethanol auf Lignozellulosebasis.
Neben einer Einordnung dieser Biokraftstoffe aus technischer
Sicht, werden ebenso die mit diesen Optionen verbundenen ökonomischen
und ökologischen Aspekte vorgestellt.
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