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Florian Eickhold

Entwicklung und Management von Klimaschutzprojekten in Lateinamerika

Ziel des Worshops ist es, dass die Teilnehmer unter Anleitung eines Experten ein CDM- Klimaschutzprojekt im Bereich nachwachsender Rohstoffe modellhaft unter Berücksichtigung der Vorgaben des Clean Development Mechanism (CDM) und des Gold Standards planen, um dabei einen Einblick in diese Art der Projektentwicklung zu erhalten.

Im Kyoto-Protokoll wurde der Grundstein für das heute etablierte Cap and Trade System zu globalen Minderung von Treibhausgasemissionen gelegt. Begriffe wie Emissionshandel und CO2-Zertifikate begegnen einem immer wieder in den Medien. Doch was verbirgt sich dahinter?

Der Emissionshandel sowie die projektbasierten Mechanismen, zu denen auch CDM zählt, sind so genannte Flexibilisierungsmechanismen, die es den Volkswirtschaften ermöglichen sollen kosteneffizient ihre verbindlichen Klimaschutzziele zu erreichen. So können Ressourcen freigesetzt werden, die es den Staaten ermöglichen strengere Klimaschutzziele einzugehen.

Praktisch geht es darum möglichst viele Treibhausgasemissionen pro Euro einzusparen. Da es sich bei Treibhausgasen um global (nicht lokal) schädigende Emissionen handelt ist es unerheblich wo sie vermieden werden. Verfolgt man diese Logik, kann man nachvollziehen, dass es unter Umständen sinnvoll ist eine Investition, mit dem Ziel THG Emissionen einzusparen, besser in Lateinamerika zu tätigen, da man dort oft mit der gleichen Investitionssumme mehr THG Emissionen einsparen kann als zum Beispiel in Deutschland.

Soviel zur Theorie; möchte man für ein soeben skizziertes CDM Projekt in Lateinamerika Zertifikate erhalten, die man im Emissionshandelssystem verkaufen kann, um mit dem Erlös das Projekt ganz oder teilweise zu refinanzieren, muss der Projektentwickler zahlreich Schritte beachten. Die Vereinten Nationen, genauer die UNFCCC, ist die Autorität bei der die Projekte registriert werden müssen, um letztendlich Zertifikate für die erzielten Emissionsminderungen auszuschütten.

Um ein Gespür für die Realität der CDM-Klimaschutzprojekte zu bekommen, werden die Teilnehmer des Workshops die Grundpfeiler eines solchen Registrierungsprozesses, sowie den ökonomischen Rahmen eines Projektes unter Anleitung beispielhaft erarbeiten.

Zur Vorbereitung auf den Workshop können folgende Seiten besucht werden:
http://cdm.unfccc.int/ und http://www.cdmgoldstandard.org/,um zentrale Begriffe zu klären: Applicability, Methodology, Baseline, Public Consultation, additionallity, PDD, validation, CER, monitoring and verification, Executive Board, registration, ERPA.

Der Workshop wird in deutscher Sprache abgehalten. Portugiesisch, spanisch und englisch sprechende Teilnehmer sind aber ebenso herzlich willkommen.

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