Ziel des Worshops ist es, dass die Teilnehmer unter Anleitung
eines Experten ein CDM- Klimaschutzprojekt im Bereich nachwachsender
Rohstoffe modellhaft unter Berücksichtigung der Vorgaben
des Clean Development Mechanism (CDM) und des Gold
Standards planen, um dabei einen Einblick in diese Art der
Projektentwicklung zu erhalten.
Im Kyoto-Protokoll wurde der Grundstein für das heute etablierte
Cap and Trade System zu globalen Minderung von Treibhausgasemissionen
gelegt. Begriffe wie Emissionshandel und CO2-Zertifikate begegnen
einem immer wieder in den Medien. Doch was verbirgt sich dahinter?
Der Emissionshandel sowie die projektbasierten Mechanismen, zu
denen auch CDM zählt, sind so genannte Flexibilisierungsmechanismen,
die es den Volkswirtschaften ermöglichen sollen kosteneffizient
ihre verbindlichen Klimaschutzziele zu erreichen. So können
Ressourcen freigesetzt werden, die es den Staaten ermöglichen
strengere Klimaschutzziele einzugehen.
Praktisch geht es darum möglichst viele Treibhausgasemissionen
pro Euro einzusparen. Da es sich bei Treibhausgasen um global
(nicht lokal) schädigende Emissionen handelt ist es unerheblich
wo sie vermieden werden. Verfolgt man diese Logik, kann man nachvollziehen,
dass es unter Umständen sinnvoll ist eine Investition, mit
dem Ziel THG Emissionen einzusparen, besser in Lateinamerika zu
tätigen, da man dort oft mit der gleichen Investitionssumme
mehr THG Emissionen einsparen kann als zum Beispiel in Deutschland.
Soviel zur Theorie; möchte man für ein soeben skizziertes
CDM Projekt in Lateinamerika Zertifikate erhalten, die man im
Emissionshandelssystem verkaufen kann, um mit dem Erlös das
Projekt ganz oder teilweise zu refinanzieren, muss der Projektentwickler
zahlreich Schritte beachten. Die Vereinten Nationen, genauer die
UNFCCC, ist die Autorität bei der die Projekte registriert
werden müssen, um letztendlich Zertifikate für die erzielten
Emissionsminderungen auszuschütten.
Um ein Gespür für die Realität der CDM-Klimaschutzprojekte
zu bekommen, werden die Teilnehmer des Workshops die Grundpfeiler
eines solchen Registrierungsprozesses, sowie den ökonomischen
Rahmen eines Projektes unter Anleitung beispielhaft erarbeiten.
Zur Vorbereitung auf den Workshop können folgende Seiten
besucht werden:
http://cdm.unfccc.int/
und http://www.cdmgoldstandard.org/,um
zentrale Begriffe zu klären: Applicability, Methodology,
Baseline, Public Consultation, additionallity, PDD, validation,
CER, monitoring and verification, Executive Board, registration,
ERPA.
Der Workshop wird in deutscher Sprache abgehalten. Portugiesisch,
spanisch und englisch sprechende Teilnehmer sind aber ebenso herzlich
willkommen.
zurück zum Programm